Wer wir sind

Alles begann im Jahr 2009 als das Blickshift-Team anfing zum Thema Eye-Tracking-Analyse zu arbeiten. In diesem Jahr begannen wir am Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme der Universität Stuttgart, große Eye-Tracking-Experimenten für die Visualisierungsforschung durchzuführen. Ein wichtiges Forschungsziel war es damals gewesen, zu untersuchen, ob Menschen ähnliche Lesestrategien anwenden, um visuelle Information zu erfassen.

In einem ersten Experiment nahmen wir insgesamt 2.700 Scan-Paths auf. Die aufgenommenen Augenbewegungen wollten wir mit Heat-Maps und Scan-Paths analysieren. Jedoch stellten wir relativ schnell fest, dass mit diesen beiden Visualisierungstechniken unsere Aufgabe nicht durchführbar war (siehe Blogartikel dazu). So begannen wir am Institut eigene Analysetechniken für Eye-Tracking-Daten zu entwickeln.

Im Jahr 2012 veröffentlichten wir eine erste Arbeit zur besseren Visualisierung von Augenbewegungen auf dem Eye-Tracking Research and Application Symposium in Santa Barbara in den USA, einer der bekanntesten Konferenzen in der Eye-Tracking-Wissenschaft. Es schlossen sich seitdem viele weitere Veröffentlichungen an, welche die Forschungsgruppe in Stuttgart zu einer der bekanntesten Eye-Tracking-Visualisierungsgruppen der Welt gemacht haben.

Parallel begannen 2014 die Vorbereitungen für eine Ausgründung aus dem Institut. Das Ziel sollte es sein, mit neuesten Forschungsergebnissen zur Analyse des Blickverhaltens Forschern überall auf der Welt effiziente Werkzeuge zu bieten, mit denen sie neue Einblicke in ihre Eye-Tracking-Daten erhalten. Die ersten Pitches zur Gründung im Silicon Valley im Frühjahr 2014 zeigten das enorme Potential unserer Lösungen. Ebenfalls hielten wir von Anfang an engen Kontakt zu unseren zukünftigen Anwendergruppen in Industrie und Forschung, um kundenorientiert auf Basis eines Forschungsprototyps die spätere Lösung zu entwickeln.

Anfang 2016 zogen wir mit unserer Gründung aus der Universität in den Start-Up-Space CODE_n um. Dort konnten wir im Austausch mit anderen Start-Ups intensiv auch das Geschäftsmodell weiterentwickeln sowie den Vertrieb ausbauen. Auf dem newNew-Festival von CODE_n im Herbst 2016 konnten wir unseren ersten Kunden, einen namhaften Zulieferer in der Automobilindustrie, gewinnen.

Auf der CeBIT 2017 war es dann endlich soweit: Nach einer fast dreijährigen Entwicklungsarbeit und einem umfangreichen Betatest-Programm mit Partner in der Forschung und Industrie stellten wir unser erstes Produkt, Blickshift Analytics, der Öffentlichkeit vor. Ein wesentliches Ziel der Ausgründung war somit erreicht worden: Eine der fortschrittlichsten Lösungen zur Eye-Tracking-Analyse auf den Markt zu bringen.

[ Lesen Sie wie es weiterging ]

Dr. Bernhard Schmitz

studierte Softwaretechnik auf Diplom an der Universität Stuttgart. Von 2008 bis 2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am VIS. 2015 schloss er seine Promotion über Navigationssysteme für Behinderte, insbesondere blinde Menschen ab. Bernhard Schmitz verantwortet bei Blickshift die Anwendungsentwicklung.

Dr. Michael Raschke

studierte Physik auf Diplom an der Universität Stuttgart. und an der Universität Heidelberg. Von 2009 bis 2015 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am VIS und entwickelte neue Methoden und Techniken für die Evaluation von Visualisierungen. Er ist ein weltweit bekannter Experte für die visualisierungsbasierte Analyse von Eye-Tracking-Daten und ist Autor bzw. Co-Autor von mehr als 40 Publikationen auf den Gebieten Eye-Tracking-Analyse, Visual-Analytics und Mensch-Computer-Interaktion. Michael Raschke ist Geschäftsführer der Blickshift GmbH zusammen mit Dr. Michael Wörner.

Prof. Dr. Thomas Ertl

ist Institutsleiter des VIS und des Visualisierungsinstituts der Universität Stuttgart.. Thomas Ertl ist Koautor von über 400 referierten Veröffentlichungen und aktives Mitglied in Programmkomitees vieler internationaler Graphik- und Visualisierungstagungen wie IEEE VIS, EuroVIS, SIGGRAPH und VAST. Er ist stellvertretender Koordinator des Exzellenzclusters Simulation Technology und Mitglied des DFG Fachkollegiums Informatik. Seit Herbst 2015 ist er Prorektor der Universität Stuttgart.

Dr.-Ing. Michael Wörner

studierte ab 2001 an der Universität Stuttgart. Softwaretechnik auf Diplom. Von 2008 bis 2014 war er am VIS, zunächst mit einem Stipendium der Graduate School advanced Manufacturing Engineering (GSaME), anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter. 2014 schloss er seine Promotion über die Anwendung der Visual-Analytics-Methode auf Fragestellungen aus der Produktionstechnik ab. Michael Wörner ist Experte für die Anwendung von Mustererkennungsverfahren auf große Datenmengen. Dr. Michael Wörner übernimmt zusammen mit Michael Raschke die Geschäftsführung und verantwortet das Projektmanagement.