Eye Tracking, KI und Datenschutz: Unsere CPDP-Paneldiskussion ist jetzt online verfügbar

Was passiert, wenn praktisch jedes Smartphone, Tablet, jeder PC, jedes VR-Headset oder AR-Gerät Augenbewegungen erfassen kann? Und was passiert, wenn diese enorme Menge an Verhaltensdaten mit künstlicher Intelligenz und kognitiven Simulationen kombiniert wird? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Panels gemeinsam mit unseren Partnern aus dem PRETINA-Forschungsprojekt auf der Computers, Privacy and Data Protection Conference (https://www.cpdpconferences.org/), einer der führenden europäischen Konferenzen zu Datenschutz, Technologie und digitaler Regulierung.

 

Von links: Murat Karaboga (Fraunhofer ISI) moderierte die Diskussion aus sozialwissenschaftlicher Perspektive, Theresa Krampe (Universität Osnabrück) stellte die ethischen Implikationen der Analyse von Augenbewegungen vor, und Christian Geminn (Universität Kassel) beleuchtete den rechtlichen Rahmen in Europa, insbesondere im Hinblick auf den AI Act und den Data Act. Auf dem Bildschirm: Michael Raschke (Blickshift).

 

Wir freuen uns, dass die Aufzeichnung der Diskussion nun auf YouTube verfügbar ist:

Die vollständige Diskussion auf YouTube ansehen

 

Eye Tracking wird zur Alltagstechnologie

Über viele Jahre hinweg wurde Eye Tracking vor allem in Forschungslaboren, Usability-Studien und spezialisierten industriellen Anwendungen eingesetzt. Heute verändern jedoch Fortschritte im Bereich Machine Learning und Computer Vision die Rahmenbedingungen grundlegend. Viele moderne Geräte verfügen bereits über Kameras und ausreichend Rechenleistung, um Augenbewegungen zu erfassen oder zu schätzen. Mit der weiteren Entwicklung dieser Technologien könnte Eye Tracking zu einem Standardbestandteil zukünftiger digitaler Systeme werden.

Diese Entwicklung eröffnet spannende neue Möglichkeiten für:

  • Mensch-Computer-Interaktion
  • Gaming und immersive Technologien
  • Anwendungen im Gesundheitswesen
  • Bildung und Training
  • Optimierung von Nutzererlebnissen
  • Verhaltensforschung

Gleichzeitig wirft sie wichtige Fragen zu Datenschutz, Ethik und dem verantwortungsvollen Umgang mit Verhaltensdaten auf.

 

 

Eine interdisziplinäre Diskussion

Das Panel brachte Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen, um diese Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Murat Karaboga vom Fraunhofer ISI moderierte die Diskussion aus sozialwissenschaftlicher Sicht. Theresa Krampe von der Universität Osnabrück erläuterte die ethischen Implikationen der Analyse von Augenbewegungen, während Christian Geminn von der Universität Kassel den rechtlichen Rahmen in Europa vorstellte, insbesondere mit Blick auf den AI Act und den Data Act.

Besonders erfreulich war die aktive Beteiligung des Publikums. Die Diskussion zeigte deutlich, dass das Interesse an Eye Tracking stark wächst – nicht nur bei Forschenden und Entwicklern, sondern auch bei Menschen, die sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Technologien auseinandersetzen.

 

Warum diese Diskussionen wichtig sind

Wir bei Blickshift sind überzeugt, dass Eye Tracking ein enormes Potenzial besitzt, die Interaktion zwischen Mensch und Technologie zu verbessern und menschliches Verhalten besser zu verstehen. Technologischer Fortschritt allein reicht jedoch nicht aus. Der langfristige Erfolg von Eye Tracking wird davon abhängen, ob sich die Technologie im Einklang mit gesellschaftlichen Erwartungen entwickelt, die Privatsphäre respektiert und Vertrauen bei den Nutzerinnen und Nutzern schafft. Genau deshalb sind interdisziplinäre Diskussionen zwischen Technologieexpertinnen und -experten, Juristinnen und Juristen, Ethikerinnen und Ethikern, Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern sowie der Öffentlichkeit so wichtig.

Wenn Sie sich für die Zukunft von Eye Tracking, künstlicher Intelligenz, Datenschutz und verantwortungsvoller Innovation interessieren, laden wir Sie herzlich ein, die vollständige Aufzeichnung anzusehen und Teil der Diskussion zu werden: https://www.youtube.com/watch?v=WMqvbBP_4Gg&list=PL8z0l8CAoah5-FNPpmTQZWI3pdHRqB_Sy&index=19

Das Projekt PRETINA wird gefördert von: